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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 20. November 2020

Person durch Kohlenmonoxid bedroht

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Kohlenmonoxid stellt eine große unsichtbare Gefahr dar. Leider erfuhr das eine Person am 19. November 2020 am eigenen Leib. Die Feuerwehr Mönchengladbach rückte deswegen zur Unterstützung des Rettungsdiensts aus und suchte nach der Ursache für die lebensgefährliche Konzentration. 

Eine kaum ansprechbare Person fand der Rettungsdienst am Abend des 19. November 2020 in ihrer Wohnung. Ursache war eine hohe Kohlenmonoxidkonzentration.
Der Rettungsdienst hat am Abend des 19. November 2020 eine kaum ansprechbare Person in ihrer Wohnung gefunden. Ursache dafür war eine hohe Kohlenmonoxidkonzentration (Symbolbild). Foto: Feuerwehr Mönchengladbach.

Am frühen Abend des 19. November 2020 erhielt die Feuerwehr Mönchengladbach (kreisfrei, NRW) eine Nachalarmierung. Denn die Besatzung eines Rettungswagens hatte sie nachgefordert.

Auslöser für die Anwesenheit des Rettungsdienst war eine kaum ansprechbare Person. Diese hatten die Rettungskräfte in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Besatzung wollte sich unverzüglich um die Patientin kümmern. Doch dann schlugen die Kohlenmonoxid-Warngeräte an. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, hatten die Rettungskräfte die Patientin bereits aus der Wohnung gerettet und sie in den Krankenwagen überführt. Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen unter Atemschutztrupp in der Wohnung vor und prüften die hohen Messwerte des Rettungsdienst. Schließlich konnten sie eine hohe Konzentration an Kohlenmonoxid bestätigen. Umgehend machten sie sich auf die Suche der Ursache für das Atemgift.

Betroffene Person erlitt Vergiftung

Ein ebenfalls alarmierter Notarzt brachte die Patientin indessen mit lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen zur Erstversorgung in ein örtliches Krankenhaus. Von dort verlegte der Rettungsdienst sie dann weiter in eine Klinik mit Druckkammer zur hyperbaren Sauerstofftherapie. Währenddessen fanden die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Ursache des giftigen Gases. Dieses strömte aus einer defekten Gastherme im Badezimmer aus. Die Feuerwehr lüftete die betroffene Wohnung. Zudem kontrollierte sie sicherheitshalber die Nachbarwohnungen auf Gas. Der Energieversorger legte anschließend die defekte Therme still. Danach wurde die Wohnung nochmals mit Messgeräten kontrolliert. Es konnten keine erhöhten Messwerte mehr festgestellt. Deswegen endete schließlich der Einsatz für alle Kräfte.

Im Einsatz befanden sich der Löschzug der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), ein Rettungswagen sowie ein Notarzt, der Energieversorger und der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr. Die Polizei befand sich ebenfalls vor Ort. Den Einsatz für die Feuerwehr leiteten Brandamtmann Martin Bonn mit Hauptbrandmeister Robin Psotta (zur Ausbildung).

Stadt Mönchengladbach

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