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Person durch Wohnungsbrand in Gefahr

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In der Nacht des 20. Mai 2021 rückten mehrere Feuerwehren zu einem Wohnungsbrand im Scharbeutzer Ortsteil Gronenberg aus. In der betroffenen Wohnung befand sich außerdem eine Person in Lebensgefahr. Entsprechend war Eile geboten.

Während eines Wohnungsbrand in Gronenberg wurde eine Person vermisst.
Zu einem großen Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Gronenberg rückten mehrere Feuerwehren aus. Eile war geboten, da sich noch eine Person in der Wohnung befand. Foto: David Siegmund.

Am 20. Mai 2021 alarmierte die Leitstelle in Bad Oldesloe (LK Ostholstein, SH) um 23.21 Uhr die Feuerwehren aus Pönitz und Gleschendorf sowie den Rettungsdienst zu einem Wohnungsbrand. Dieser war in der Dorfstraße in Gronenberg ausgebrochen (OT Scharbeutz, LK Ostholstein, SH). Als zusätzliche Einsatzinformation gab die Leitstelle den Einheiten mit, dass sich vermutlich Personen im Gebäude befanden.

Gegen 23.29 Uhr trafen die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehren in Gronenberg ein. Inzwischen schlugen schon hohe Flammen aus der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Der zuerst eingetroffene First Responder des DRK Süsel evakuierte bereits das Gebäude. Nach Aussagen von Nachbar*innen befand sich in der betroffenen Wohnung noch eine Person. Außerdem konnten die Kräfte nicht ausschließen, dass sich weitere Personen in den benachbarten Wohnungen befanden und sich das Feuer auf den Dachstuhl ausbreitete. Entsprechend erhöhte Gemeindewehrführer Patrick Bönig umgehend das Alarmstichwort auf „Feuer 2“. Das bedeutete eine Alarmierung für die Feuerwehren aus Haffkrug, Schürsdorf und Scharbeutz. Diese brachten anschließend den Teleskopmast zum Einsatzort. Die Führungsgruppe der Gemeinde Scharbeutz kam ebenfalls zu dem Wohnhaus und unterstützte die Einsatzleitung.

Person von Atemschutztrupp gerettet

Um die vermisste Person zu retten, gingen Einsatzkräfte unter Atemschutz in die Brandwohnung. Allerdings stellte sich das aufgrund der hohen Temperaturen als äußert schwierig dar. Kurze Zeit später gelang es den Feuerwehrkräften, die Person zu finden und zu retten. Anschließend übergaben sie sie an den Rettungsdienst, der sie mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik in Lübeck brachte. Währenddessen startete ein Großeinsatz des Rettungsdiensts. Insgesamt sieben Rettungswägen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge befanden sich dann vor Ort. Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt führten die Einheiten.

Durch die Löscharbeiten und die Brandgase wurden sowohl die Brandwohnung, als auch zwei weitere Einheiten unbewohnbar. Die Bewohner*innen mussten entsprechend anderweitig unterkommen. Eine Bewohnerin kam bei der DLRG Haffkrug-Scharbeutz in deren Unterkunft unter. Für ein Ehepaar fand sich eine Lösung in der Nachbarschaft. Einsatzleiter Bönig zeigte sich zum Einsatzende begeistert über die Zusammenarbeit der Organisationen, die hervorragend funktioniert hatte. Der Einsatz endete gegen 4.00 Uhr am Morgen des 21. Mai 2021.

Patrick Bönig
Feuerwehren der Gemeinde Scharbeutz

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