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Ruderboot wird von Binnenschiff erfasst

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Flüsse, die für die Binnenschifffahrt genutzt werden, sind für Freizeitsportler mitunter sehr gefährlich. Denn die schweren Schiffe verändern z. T. kurzfristig Strömungen sowie Sog- und Wellenrichtung des Wassers. Zudem sind kleine Ruderboote leicht zu übersehen. Am 1. August 2020 verunglückte ein Ruderboot auf der Weser, als ein Binnenschiff es erfasste. 

Ein Binnenschiff erfasste am 01. August 2020 ein Ruderboot mit vier Wassersportlern.
Ein Ruderboot wurde am 01. August 2020 von einem Binnenschiff erfasst (Symbolbild). ©PhotoSG – stock.adobe.com.

Ein mit vier Wassersportlern im Alter zwischen 49 und 64 Jahren besetztes Ruderboot ist am späten Vormittag des 1. August 2020 mit einem Binnenschiff kollidiert.

Um 10.57 Uhr erreichte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der erste Notruf. Laut Anruferin war das Ruderboot auf der Weser zwischen Café Sand und Weserstadion unterwegs, als das Binnenschiff es erfasste und überfuhr. Aufgrund der Meldung wurden der Direktionsdienst, der Einsatzleitdienst, der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und Kräfte der Feuerwachen 1, 2 und 4 sowie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Bremen-Stadt und Bremen-Nord zur Einsatzstelle entsandt. Seitens des stadtbremischen Rettungsdiensts waren insgesamt ein Rettungshubschrauber, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und vier Rettungswagen im Einsatz. Auch ein Notfallseelsorger fuhr die Unglücksstelle an.

Die ersten Erkundungen vor Ort ergaben, dass drei der vier Insassen bereits aus eigener Kraft ans Ufer gelangt waren. Der Rettungsdienst versorgte sie umgehend und der Notfallseelsorger betreute sie.

Eine Person wird vermisst

Eine vierte Person im Alter von 64 Jahren geriet nach dem Zusammenstoß mit dem Binnenschiff unter Wasser und tauchte nicht wieder auf. Taucher von Feuerwehr und DRLG führten die großräumige und ausgiebige Suche nach dieser vermissten Person durch. Fünf Rettungsboote und der vor Ort befindliche Rettungshubschrauber unterstützten sie dabei. Um 12.50 Uhr wurde die Suche jedoch erfolglos abgebrochen.

Im Einsatz befanden sich insgesamt mehr als 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG mit ca. 20 Fahrzeugen.

Die Polizei hat die Ermittlungen zu Unfallursache und -hergang aufgenommen und wird auch weiterhin versuchen, Erkenntnisse über den Verbleib der vermissten Person zu erlangen.

Feuerwehr Bremen

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