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BADEN-WÜRTTEMBERG - TECHNIK - 30. Juli 2020

Warnkonzept für den Murger Weg

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Die Dienstleistenden der Feuerwehren müssen bei Alarm schnell am Gerätehaus sein, um rechtzeitig am Einsatzort anzukommen. Je nach Lage des Gerätehauses müssen die Einsatzkräfte auch Straßen oder Wege nutzen, die für den Verkehr eigentlich gesperrt sind. So ist es der Fall in Bad Säckingen. Die dortige Feuerwehr hat nun gemeinsam mit den Stadtwerken ein Warnkonzept entwickelt, um Passanten  für die heraneilenden Einsatzkräfte zu sensibilisieren.

Mithilfe eines Warnkonzepts möchten Feuerwehr und Stadtwerke Bad Säckingen für anfahrende Privatfahrzeuge der Feuerwehr im Murger Weg senisibiliseren.
Ein neues Warnsystem soll Passanten und Radfahrer im Murger Weg bei Anfahrten der Feuerwehr zu Alarmierungen mit Privatfahrzeugen vorwarnen. Foto: Feuerwehr Bad Säckingen.

Die Feuerwehr kommt, wenn man sie ruft. Dabei zählt nicht selten jede Minute. Auch das Gesetz fordert von den Einsatzkräften, spätestens zehn Minuten nach dem Notrufeingang mit mindestens neun Mann an der Einsatzstelle zu sein. Wer nun den Bad Säckinger (LK Waldshut, BW) Stadtverkehr kennt, kann sich vorstellen, dass dies nicht selten eine gewaltige Herausforderung darstellt. Die exponierten Lage des Feuerwehrgerätehauses in Obersäckingen kommt noch erschwerend hinzu.

Der Murger Weg führt südlich der Bahnlinie entlang und ist für den Verkehr normalerweise gesperrt. Doch seit dem Bezug des Gerätehauses im Jahr 1977 dürfen ihn Feuerwehrdienstleistende auf dem Weg zum Einsatz mit ihren Privatfahrzeugen nutzen. Jedoch war und ist dies schon oftmals Grund für Beschwerden und Unverständnis von Passanten und Nutzern des Weges gewesen. Denn die Einsatzkräfte können und dürfen sich mit ihren Privatfahrzeugen nicht kenntlich machen. So bleiben oftmals nur der kurze Stopp und ein Gespräch übrig, um die Situation aufzuklären. Das geht natürlich zu Lasten der geforderten Eintreffzeiten. Zudem stellt die Nutzung eines Weges, der vorwiegend als Rad- und Fußweg verwendet wird, natürlich auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar für nichts ahnende Familien, Spaziergänger, Radler und die zum Einsatz eilenden Einsatzkräfte gleichermaßen dar.

Ein Warnkonzept soll helfen

Um diesem Problem zu begegnen, haben die Stadtwerke Bad Säckingen und die Feuerwehr gemeinsam ein Warnkonzept entwickelt. Sobald der Alarm für die Feuerwehr erfolgt, beginnen für zehn Minuten drei Warnlampen entlang des Murger Weges zu blinken. Hinweisschilder, die momentan noch provisorisch angebracht sind, erklären den Zusammenhang. Die Hoffnung ist nun groß, dass die Passanten den Einsatzkräften den nötigen Freiraum einräumen. Und, dass dadurch die Dienstleistenden zügig und gefahrlos das Gerätehaus erreichen können, um von dort aus zum Einsatz auszurücken.

Hansjörg Schöneich von der Feuerwehr hat die notwendige Steuerung gebaut. Die Stadtwerke haben die Lampen und die Steuerung installiert. Zudem übernehmen die Stadtwerke einen Großteil der Investition. Das schont die Finanzen der Hilfsorganisation. Die Feuerwehr hofft, dass damit eine gute Investition für die Sicherheit der Bürger und der Einsatzkräfte getätigt wurde.

Feuerwehr Bad Säckingen

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