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Weltkriegsbombe auf Baufeld entdeckt

2020_06

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Am 22. September 2020 wurde eine amerikanische Fliegerbombe auf einem Baufeld entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg rückte darauf zum Fundort aus. Der Sprengmeister musste die Weltkriegsbombe vor Ort entschärfen. Anschließend verbrachte ein spezieller Rüst- und Gerätewagen den Bombenkörper an einen sicheren Ort.

Am 22. September 2020 wurde eine Weltkriegsbombe nahe der Bundesautobahn A7 gefunden. Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg rückte zur Entschärfung aus.
Am 22. September 2020 wurde auf einem Baugrundstück nahe der Bundesautobahn A7 eine Weltkriegsbombe gefunden. Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg nahm sich dieser an. (Symbolbild) © hercher – stock.adobe.com

Auf einem Baufeld in unmittelbarer Nähe der Bundesautobahn A7 wurde am 22. September 2020 gegen Mittag in 9 m Tiefe eine 500 lbs Bombe entdeckt. Daraufhin rückte zunächst ein Team des Kampfmittelräumdienstes der Feuerwehr Hamburg zur Einsatzstelle aus. Der Sprengmeister stellte vor Ort fest, dass es sich um eine Fliegerbombe amerikanischer Bauart mit einem Heckaufschlagzünder handelte. Allerdings bemerkte er auch, dass die Weltkriegsbombe nicht transportfähig war und er diese vor Ort entschärfen musste. Daraufhin fand eine Lagebesprechung mit Vertretern von allen beteiligten Firmen, Energieversorgern und Fachbehörden statt. Infolgedessen veranlassten die Einsatzkräfte für den Zeitraum der Entschärfung eine Evakuierung des Baufelds und eine Vollsperrung der Bundesautobahn A7. Zudem legten sie den Sperrbereich mit 300 m, den Warnbereich mit 500 m und eine Luftraumsperrung bis in eine Höhe von 1.000 m im Radius um und über dem Fundort fest.

Weltkriegsbombe problemlos entschärft

Anschließend stellten die Rettungskräfte einen Löschzug, ein Notarzteinsatzfahrzeug, einen Rettungswagen, eine Freiwilligen Feuerwehr zur Versorgung der Einsatzkräfte und eine Fernmeldeeinheit bereit. Parallel setzten sie die Evakuierungs- und Sperrmaßnahmen um. Danach erteilten die Führungsdienste A- und B-Dienst die Freigabe zur Entschärfung. Diese verlief ohne Komplikationen. Dem Sprengmeister war es möglich, sowohl Zünder als auch Übertragungsladung sicher aus der Weltkriegsbombe entfernen. Anschließend konnten sämtliche Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen zurückgenommen werden. Der spezielle Rüst- und Gerätewagen des Kampfmittelräumdienstes der Hamburger Feuerwehr (wir stellten das Fahrzeug in FEUERWEHR 7-8/2020 vor) transportiert den Bombenkörper schließlich unter Polizeischutz zur Vernichtung an einen sicheren Ort. Insgesamt befanden sich rund 40 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr Hamburg vor Ort im Einsatz.

Feuerwehr Hamburg
Torsten Wesselly

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