Werne: Alarmanlage nervt Anwohner

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Eine seit Stunden heulende Alarmanlage sorgte für einen nächtlichen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Werne (NRW). Da das Objekt nicht betreten werden konnte, mussten Teile der Anlage zerstört werden, um Nachtruhe herzustellen.

(Foto: FF Werne) Mit der Drehleiter rückt die Feuerwehr der Alarmanlage zu Leibe.

Zu einem unnötigen Einsatz für den Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne (Kreis Unna, NRW) kam es am Mittwoch (25.01.2017) kurz nach Mitternacht um 0:09 Uhr: Bereits seit gut zweieinhalb Stunden mussten Anwohner der Alten Münsterstraße mit dem ohrenbetäubenden Lärm der Einbruchsalarmanlage der Postfiliale leben. In großen Teilen des Stadtgebietes war der Alarmton deutlich vernehmbar. Ausgelöst wurde dieser offensichtlich durch einen technischen Defekt.

Ein in Werne ansässiges Sicherheitsunternehmen, das die Objektbetreuung übernommen hatte, war nicht in der Lage, den Alarm abzustellen respektive nicht darauf vorbereitet, die notwendigen Räumlichkeiten betreten zu können. Offensichtlich war kein Schlüssel vorhanden.

Polizei fordert Amtshilfe an

Da die Beschwerden über die Lärmbelästigung bei der Leitstelle der Polizei nicht abebbten, forderte die Polizei kurzerhand Amtshilfe bei der Feuerwehr an. Zwölf ehrenamtliche Kräfte rückten mit Dreh- und Steckleiter an, um die Alarmanlage zu demontieren. Im vorderen Bereich zur Alten Münsterstraße gelang das leider nicht zerstörungsfrei, so dass die Anlage per Halligan-Tool von der Wand entfernt wurde. Zum Hof hin konnte die Anlage abgeschraubt werden. Um 0:45 Uhr war dann endlich Ruhe und die freiwilligen Helfer konnten ihren unterbrochenen Schlaf wieder aufnehmen.

Kritik vom Löschzugführer

„Solche Einsätze sind vielleicht nicht immer zu vermeiden, aber trotzdem ärgerlich, wenn wir den Kollegen der Polizei auch immer gerne zur Seite stehen.“ berichtet der Löschzugführer des LZ 1, Brandoberinspektor Bodo Bernsdorf. Denn die Feuerwehr ist eine Institution der Gefahrenabwehr, wofür die Kameradinnen und Kameraden das ganze Jahr rund um die Uhr unentgeltlich zur Verfügung stehen. Sie sieht sich aber nicht in der Verantwortung, die schlechte Vorbereitung von dafür bezahlten Unternehmen aufzufangen. „Die alarmierten Helfer müssen alle früh am nächsten Morgen wieder an ihren Arbeitsplätzen erscheinen. Fehlen da zwei Stunden Schlaf, belastet das die Kameradinnen und Kameraden, aber natürlich auch deren Arbeitgeber.“ ergänzt Bernsdorf.

FW Werne

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