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MELDUNGEN - WISSEN - 24. Februar 2020

Fasching und Karneval sicher feiern

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Fasching ist die Zeit der Ausgelassenheit, bekannt für ihr buntes Treiben auf Umzügen und Faschingsfeiern. Damit die Feierlichkeiten nicht durch Unfälle überschattet werden, sollten Sie diese Tipps unbedingt beachten. 

Fasching bunt und sicher feiern – mit diesen wertvollen Tipps! Foto: ©S.Kobold – stock.adobe.com

Verantwortungsbewusst an Fasching

Die „närrische Saison“ ist in Deutschland vielerorts eine Zeit voller Feiern und buntem Treiben. Ganz besonders im Rheinland, aber genauso auch in vielen anderen Gebieten, wird der Fasching groß geschrieben. Dann finden zahlreiche Feiern, Fastnachtssitzungen und die besonderen Höhepunkte, die Karnevals-Umzüge, statt. Mit ein wenig Vorbereitung und Verantwortungsbewusstsein lassen sich dabei Unfälle und Brände leicht vermeiden. Deshalb geben der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), der TÜV Rheinland und die R+V Versicherung einige Sicherheitstipps.

Das Wetter im Auge behalten

Wichtig ist es, das Wetter bei einer Veranstaltung schon im Vorfeld einzuschätzen und währenddessen im Auge zu behalten. Neben den Wetterdiensten sind hier auch Warn-Apps für das Smartphone wie NINA und KatWarn sehr empfehlenswert.

Vorsicht vor leicht entflammbarer Kleidung

Zum Fasching gehört selbstverständlich auch ein gutes Kostüm. Bei der Auswahl sollte man sich nicht nur fragen, in welche Rolle man gerne schlüpfen möchte, sondern auch auf die Materialien achten: Dies ist bei Faschingskostümen besonders wichtig, denn sie bestehen oft aus synthetischen Fasern, z.B.  Polyester oder Nylon. Diese sind allerdings besonders leicht entflammbar, wie Fachmann Torben Thorn (Beauftragter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei der R+V Versicherung), warnt.

Gefährliche Festwagen

Sie sind nicht nur schön und witzig anzusehen, sondern stehen auch wegen der Kamelle im Fokus: Die Festwagen. Doch auch bei der Jagd nach dem süßen Wurfmaterial gilt es, stets ausreichend Abstand zu den Wagen einzuhalten. Dabei sollten besonders Eltern wachsam sein, wenn die Kinder sich im Übereifer auf die Kamellen am Boden stürzen. Tabu ist in jedem Fall der Raum zwischen Zugmaschine und Anhänger. Besonders wichtig ist der ausreichende Abstand zu den Wagen auch in Kurven: „Gerade beim Abbiegungen und in Kurven benötigen die teilweise sehr großen Umzugswagen viel Platz“, erklärt Thorsten Rechtien (Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland). Deshalb sollte man stets hinter den Absperrungen bleiben.

Beim Alkohol die Grenzen kennen

Sicher ahnen Sie schon, dass durch Trunkenheit verursachte Unfälle und Erkrankungen die häufigsten Ursachen für Rettungseinsätze im Umfeld von Festveranstaltungen wie einem Faschingsumzug sind. Dabei gehören auch Stürze in Glasscherben zu den häufigeren Szenarien. Daher gilt: Gegen ein Gläschen in Ehren ist sicher nichts einzuwenden – zu tief sollte man jedoch nicht hineinblicken, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen.

Zufahrtswege freihalten!

Gerade bei größeren Veranstaltungen können Parkplätze schnell knapp werden. Dennoch sollten Sie verantwortungsvoll parken. Besonders wichtig: Bitte achten Sie darauf, Zufahrtswege und die Rettungsgasse stets frei zu halten. Ebenso wichtig ist es, als Autofahrer vorausschauend und umsichtig zu fahren. Ob nun durch Alkohol oder einfach die Feierlaune getrübt: Es kann leicht vorkommen, dass ein Jecke auf dem Weg zum Faschingsumzug versehentlich auf die Fahrbahn tritt. Passen Sie deshalb unbedingt Ihre Geschwindigkeit an und fahren Sie vorausschauend.

„Zugengel“ und Einsatzkräfte unterstützen

Bei der Absicherung von Karnevalsumzügen helfen viele Feuerwehren ehrenamtlich mit. Etwa als „Zugengel“, die neben den Umzugswagen laufen und darauf achten, dass niemand unter die Räder kommt. Diese Helfer unterstützen Sie am besten, indem Sie ihre Arbeit nicht behindern und ihren Anweisungen Folge leisten.

Im Notfall wirksam Hilfe rufen

Wenn doch einmal ein Unfall passiert, ein Feuer ausbricht oder ein rettungsdienstlicher Notfall ansteht, wählen Sie den Notruf 112. So wird die Feuerwehr schnellstmöglich alarmiert! Emails oder Soziale Medien sind kein zuverlässiger Weg!

Deutscher Feuerwehrverband (DFV)
Wolfgang Partz (TÜV Rheinland)
Infocenter der R+V Versicherung

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