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WISSEN - 11. Dezember 2020

Senioren vor Wohnungsbränden schützen – so geht’s

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Jährlich verursachen brennende Adventskränze oder flammende Weihnachtsbäume Wohnungsbrände. Senioren sind besonders gefährdet, bei diesen Bränden ihr Leben zu verlieren. Deswegen gibt die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ Tipps, wie ältere Menschen besser geschützt werden können.

Wohnungsbrände stellen eine große Gefahr für Senioren dar. Die Initiative Rauchmelder retten Leben gibt deswegen Tipps, wie ältere Menschen besser geschützt werden können.
Wohnungsbrände stellen besonders für Senioren eine Lebensgefahr dar. Foto: obs/Rauchmelder retten Leben/Jo Neander.

Im Dezember kommt es jedes Jahr zu verheerenden Wohnungsbränden. Die Auslöser sind dabei häufig brennende Adventskränze und flammende Weihnachtsbäume. Vor allem für Senioren stellen diese Bränden eine Gefahr dar. Denn für sie ist das Risiko, bei einem Brand im eigenen Zuhause zu sterben, mindestens doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung. Laut Statistischem Bundesamt sind 61 % der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt. Die Ursache dafür ist, dass sich Mobilität, Sinneswahrnehmung sowie Reaktionsfähigkeit im Alter reduzieren und damit die Selbstrettungsfähigkeit einschränken.

Haushalte entsprechend ausstatten

Laut Norbert Schaaf, Vorsitzender von „Rauchmelder retten Leben„, wollen sich viele ältere Menschen nicht eingestehen, dass ihre körperlichen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter nachlassen. Hinzu kommt, dass sie ihre gewohnte Umgebung nicht aufgeben wollen. Dann sind die Angehörigen gefragt. Sie sollten die Haushalte der Senioren ausreichend für das Leben im Alter ausstatten. Damit schützen sie diese im Brandfall besser, gerade jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit.

Wohnen ältere Menschen im eigenen Haus, benötigen sie zudem Unterstützung. Denn nur so können sie die bundesweit gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder unter der Zimmerdecke installieren und regelmäßig prüfen. Ist bei einem Menschen das Hörvermögen beeinträchtigt, gibt es Rauchmelder, die Rüttelkissen und Blitzleuchten ansteuern. Die Person wird dann auf diesem Weg alarmieren. Für diese Geräte übernehmen die Krankenversicherungen die Kosten auf Antrag.

Damit Menschen im Alter sicher und weiterhin selbstbestimmt leben können, empfiehlt die Initiative auch folgende unterstützende Maßnahmen:

  • Herdschutzwächter trennen den Herd automatisch von der Stromversorgung, wenn Essen auf dem Herd vergessen wurde. Und zwar bevor ein Brand ausbricht.
  • Für Personen mit Gehproblemen sollten Handläufe montiert werden, damit sie im Brandfall die Wohnung schneller und sicherer verlassen können.
  • Hausnotruf ist für viele Senioren bereits Ansprechpartner in Notsituationen. Die meisten Systeme bieten zudem eine Funkverbindung mit Rauchmeldern in der Wohnung an und können im Notfall die Feuerwehr alarmieren, falls der Bewohner dazu nicht in der Lage ist.
  • Feuerlöschsprays in handlichen Spraydosen können auch von Senioren wegen des geringen Gewichts gut bedient werden.
  • Kohlenmonoxid-Melder sind kein Ersatz für Rauchmelder, aber trotzdem wahre Lebensretter, v. a. in Wohnräumen mit Kaminen oder Kaminöfen sowie der Nutzung von Gasthermen oder Ölheizungen.
  • Telefon mit eingespeichertem Notruf nachts ans Bett legen und Türschlüssel stets am gleichen Platz an der Wohnungstür ablegen, um im Notfall beides schnell zur Hand zu haben.

Risiko-Checkliste für Senioren

„Rauchmelder retten Leben“ hat außerdem eine Risiko-Checkliste ausgearbeitet, die speziell auf Senioren-Haushalte zugeschnitten ist. Mithilfe von Fragen zur Wohnsituation, zum Gesundheitszustand und zu Fluchtwegen können ältere Menschen und ihre Angehörigen mögliche Brandgefahren vermeiden. Die Checkliste verrät bspw. auch, ob elektrische Geräte defekt oder veraltet sind und akuter Handlungsbedarf besteht. Denn laut Statistik entsteht jeder vierte Wohnungsbrand durch einen elektrischen Defekt. Potenzielle Gefahren gehen daher z. B. von Wasserkochern oder Bügeleisen ohne Abschaltautomatik sowie älteren Elektrogeräte mit brüchigem Anschlusskabel aus.

Die Liste und weiterer Informationen finden Interessierte unter: www.rauchmelder-lebensretter.de

Rauchmelder retten Leben

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