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TECHNIK - 11. Oktober 2021

Lentner präsentiert neues Hubrettungsfahrzeug

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Bronto Skylift und Lentner präsentierten auf der Florian 2021 ihre neue Teleskopmastleiter F32TLK. Sie ist mit unter 16 t eine kleines Gewichtswunder und erfüllt dennoch alle Normanforderungen an Hubrettungsfahrzeuge. Welche Besonderheiten das Fahrzeug noch aufweist. 

In Kooperation mit Bronto Skylift hat Lentner ein neues Hubrettungsfahrzeug vorgestellt, das voll zuschussfähig ist und der klassischen Drehleiter Konkurrenz macht.
Das Hubrettungsfahrzeug F32TLK von Lentner und Bronto Skylift macht der klassischen Drehleiter Konkurrenz. Foto: Josef Lentner GmbH.

Laut DIN 14701-1 dürfen Hubrettungsfahrzeuge nicht mehr als 16 t Gesamtmasse aufweisen. Allerdings stellte diese Gewichtsgrenze bisher für Hubrettungsbühnen ein Problem dar und nur Drehleitern konnten sie einhalten. Laut Mathias Hausmann, Geschäftsführer und Inhaber der Josef Lentner GmbH, blieb den Feuerwehren somit nichts anderes, als sich zwischen staatlichen Zuschüssen oder den Vorteilen einer Hubrettungsbühne zu entscheiden. Die neue F32TLK ermöglicht nun aber beides.

2020 startete die Kooperation zwischen Bronto Skylift und Lentner. Ersterer liefert die Teleskopmast-Technologie, während sich Lentner um den Aufbau sowie die Geräteräume kümmert. Schon über einen längeren Zeitraum plante Bronto Skylift die Realisierung eines 16-t-Fahrzeugs. Die Neuentwicklung des Teleskopmastes erfolgte schließlich auf Drängen von Mathias Hausmann.

Lentner baut kompaktes Hubrettungsfahrzeug

Am Ende des Entwicklungsprozesses steht nun ein Hubrettungsfahrzeug, das nach Norm die Nennrettungshöhe 23/12 erreicht, die Rettungshöhe beträgt 32 m. Das Fahrzeug wiegt deutlich unter 16 t und bringt alle Features mit, die ein Teleskopmastfahrzeug zu bieten hat. Statt einer Notabstiegsleiter verfügt die F32TLK über einen kompletten Leiterpark nach Norm. Der verbaute Teleskopgelenkmast sorgt große Stabilität. Der verbundene Korb besitzt eine Tragkraft von 500 kg. Zudem lässt er sich seitlich um 50° und 55° Grad schwenken. So können Einsatzkräfte Fenster und Balkone bündig anfahren. Dabei ist der Aufstellort der Teleskopleiter unwichtig. Im Ernstfall können bis zu fünf Personen gleichzeitig im Korb transportiert werden. Der Korb verfügt außerdem über eine abklappbare Rettungsplattform an seiner Front, die auch einen sicheren Rollstuhlzugang ermöglich und bei Arbeiten einen großen Freiraum garantiert.

Die Hubrettungsbühne setzt sich aus dem 9 bis 22 m langen Teleskop-Hauptarm sowie dem 6,2 m langen Korbarm zusammen. Dank Letzterem ist es möglich, den Korb auf eine Arbeitshöhe von fünfeinhalb Metern unter Straßenniveau zu bringen. Dadurch erweitern sich die Handlungsspielräume z. B. an Kaimauern, Ufern oder Brücken. Für die Einsatzkräfte bedeutet das, dass sie einfacher und auch sicherer an schwer oder gar nicht erreichbare Stellen gelangen. Außerdem können sie Patientinnen und Patienten so schonend zur Straße bringen.

Im Löscheinsatz bietet die Teleskopmastleiter ebenfalls Vorteile. So leistet der am Korb installierte Monitor 2.500 l pro Minute und erzielt eine Wurfweite von 68 m. Außerdem müssen Feuerwehren die Wasserabgabe nicht mehr unterbrechen, wenn sie den Mast umpositionieren wollen. Gleichzeitiges Schwenken und Löschen sind Dank der Stabilität des Teleskopmasts möglich.

Alternative zur Drehleiter?

Bis zum jetzigen Zeitpunkt dominierten Drehleitern den deutschen Markt der Hubrettungsfahrzeuge. Grund hierfür war, dass nur sie zuschussfähig sind. Lentner und Bronto Skylift ändern das mit ihrer 16-t-Neuheit. So eröffnen sie den Feuerwehren neue Wahlmöglichkeiten und zudem könnte Bewegung in den Markt kommen. Für einen visuellen Eindruck finden Interessierte unter www.lentner-gmbh.de und auf Facebook unter www.facebook.com/JosefLentnerGmbH ein Video sowie Bildmaterial zum Fahrzeug.

Josef Lentner GmbH

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