Hochwasser 2021: THW baute monatelang Behelfsbrücken

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Das THW hat für Katastrophenlagen wie jene im Sommer 2021 verschiedene Fachgruppen in seinen Reihen, die Spezialaufgaben wie etwa den Brückenbau übernehmen können. Die Profis waren monatelang im Einsatz und haben noch im Januar 2022 die letzte Behelfsbrücke im Ahrtal fertiggestellt.

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Nach dem Hochwasser im Ahrtal: Die letzte Behelfsbrücke wurde fertiggestellt. Foto: THW

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Brückenbau: Dies ist eine Einheit der ehrenamtlichen Organisation. Foto: THW

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Nach der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat das THW mit seiner ehrenamtlichen Fachgruppe Brückenbau bereits 23 Brücken in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz errichtet. Diese Gruppe aus Expertinnen und Experten gibt es deutschlandweit 16 mal. Sie errichten mit dem benötigten Material in Notsituationen schnell Brücken für Autos sowie für Eisenbahnen und Fußgängerübergänge, um die Infrastruktur zu retten.

Bau von Behelfsbrücken nach der Hochwasserkatastrophe

Die nun fast abgeschlossene Brücke im Ahrtal bildet den letzten Teil der Brückenarbeiten in dieser Gegend. Folgen werden allerdings weitere Behelfsbrücken in von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten. Die Brücke in Dümpelfeld bindet nun die Kläranlage wieder an den Ort an. Das sichert einen wichtigen Versorgungsweg. Es ist eine 28 m lange Krupp-D-Schwerlastbrücke mit zwei Spuren. Am Bau waren 30 THW-Brückenbauer/-innen beteiligt. Sie verschrauben zunächst 50 vormontierte Stahldreiecke mit knapp 6.000 Schrauben und schieben dieses tonnenschwere Element anschließen nach und nach über den Fluss.

Sicherstellung der Abwasserbeseitigung durch die Behelfsbrücke

Aufgrund ihrer hohen Stabilität können Lkw diese Brücke befahren und so den Betrieb des Klärwerks sicherstellen. Präsident des THWs, Gerd Friedsam, hebt hervor, dass das THW so helfen konnte, die Gesundheit der Bewohnenden der Region durch eine Sicherstellung der Abwasserbeseitigung zu schützen.

Aufgaben des THW

Die Grundlage des THW bildet die ehrenamtliche Arbeit ihrer fast 80.000 Mitarbeiter/-innen. Sie unterstützen dabei als ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes andere Dienste. Zu ihrer Arbeit gehören auch weltweite Einsätze durch das Katastrophenschutzverfahren der EU und der UN-Organisationen.

 

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