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MELDUNGEN - WISSEN - 26. August 2019

Naturgefahren: Mehr Hagelschäden im ersten Halbjahr

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Im ersten Halbjahr 2019 verursachten Naturgefahren insgesamt Schäden in 1,3 Milliarden Euro Höhe. Blitze, Starkregen und Sturm beschädigten zahlreiche Kraftfahrzeuge und Wohngebäude. Ein häufiges Szenario war dabei der Hagelschaden am Fahrzeug.

Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert mussten die Versicherungen im ersten Halbjahr 2019 10% mehr für Hagelschäden ausgeben. Foto: ©antic – stock.adobe.com

Naturgefahren im ersten Halbjahr

Insgesamt rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GVD) mit einem durchschnittlichen Schadensjahr 2019. Dies berichtete Bernhard Gause (Mitglied der Geschäftsführung). Dabei sei auch die hohe Zahl von Hagelschäden an Pkw berücksichtigt, wie er berichtete. Die Halbjahresschäden beziffern sich auf insgesamt 730 Millionen Euro Kosten bei Wohnhäusern sowie 550 Millionen Euro bei Schäden von Kraftfahrzeugen.

Zunahme der Hagelschäden an Autos

Über dem langjährigen Mittelwert liegen im ersten Halbjahr 2019 die Schäden durch Naturgefahren an Autos. Dieser wurde um rund zehn Prozent überschritten. Dafür, so Bernhard Gause, sei besonders die Unwetterserie an Pfingsten ursächlich. Sie habe verdeutlicht, dass schon wenige Ereignisse in kurzer Zeit hohen Schaden anrichten können. Davon war besonders Süddeutschland betroffen, wo die Hagelkörner diverse Blechschäden und Glasbruch verursachten.

Dragi und Eberhard wurden den Gebäuden zum Verhängnis

Für Hagel- und Sturmschäden an Wohngebäuden waren im ersten Halbjahr rund 660 Millionen Euro an Leistungen der Wohngebäudeversicherer fällig. Diese gehen zu großen Teilen auf die Konten der Stürme Eberhard und Dragi im März des Jahres. Sie verursachten mit gut 300 Millionen Euro beinahe die Hälfte der Gesamtkosten.

Gute Nachricht: Erweiterte Naturgefahren

Besonders glimpflich kamen Wohngebäudebesitzer im ersten Halbjahr 2019 bei den Schäden durch sogenannte erweiterte Naturgefahren davon. Darunter fallen Starkregen, Erdgefahren und Überschwemmungen, welche bisher rund 70 Millionen Euro Schadenshöhen verursachten. Dies liegt jedoch deutlich unter dem langjährigen Halbjahresdurchschnitt von 140 Millionen Euro.

Allerdings sind die Zahlen insgesamt vermutlich höher. Denn weil nach wie vor 57 Prozent der deutschen Wohngebäudebesitzer nicht mir einer Elementarschadenversicherung gegen erweiterte Naturgefahren versichert sind, dürften die Zahlen der GDV trügen. Somit liegen die tatsächlichen Schäden vermutlich deutlich höher.

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GVD)

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