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Pinneberg: Zweite Rettungswache einsatzbereit

2019_03

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In der vergangenen Woche ist die neue Rettungswache Pinneberg-West am Eggerstedter Weg offiziell von Investor Joachim Neuhaus an die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH übergeben worden. Das Gebäude entspricht dem modernsten Stand der Technik und ist hauptsächlich für den Einsatzbereich im westlichen Stadtgebiet von Pinneberg und im südlichen Teil des Kreises zuständig.

Neue Rettungswache Pinneberg-West am Eggerstedter Weg (Foto: RKiSH)

Feierliche Übergabe der Rettungswache Pinneberg-West (Foto: RKiSH)

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Mehr als 110.000 Einwohner des Kreises Pinneberg werden durch die beiden Rettungswachen in der Stadt Pinneberg versorgt. Der Neubau in der Parkstadt Eggerstedt wurde nötig, um den steigenden Einsatzzahlen zu begegnen und die notfallmedizinische Versorgung für die Menschen in Pinneberg und den angrenzenden Gemeinden sicherzustellen. Auch der zunehmende Platzmangel der Wache Gehrstücken war ein Grund, einen zweiten Standort zu errichten und somit Verbesserungen in den Arbeitsbedingungen und der einsatztaktischen Abdeckung des Einsatzgebietes zu erwirken.

In 30 wöchiger Bauzeit entstand ein insgesamt 730 m² großes Gebäude mit Aufenthalts-, Umkleide-, Ruhe- und Besprechungsräumen sowie Lagerbereichen und Möglichkeiten zur Desinfektion.

„Die Notfallrettung ist Teil der medizinischen Versorgungskette.“, hob Wachenleiter Sebastian Kubo die Wichtigkeit der rettungsdienstlichen Daseinsvorsorge hervor. „Wir freuen uns daher sehr, von diesem Standort zur Verbesserung der Versorgung unserer Patienten beizutragen.“

Die große Fahrzeughalle bietet Platz für insgesamt sechs Rettungs- und Krankentransportwagen, von denen ein Rettungswagen (RTW) rund um die Uhr einsatzbereit ist, um den Menschen bei Notfällen medizinische Hilfe zu leisten. Zwei weitere RTW und ein Krankentransportwagen (KTW) sind im Tagdienst besetzt. Der fünfte Stellplatz steht für einen Reserve-RTW bei Fahrzeugausfällen zur Verfügung. Ebenfalls ist ein Stellplatz der Halle zur Wäsche und Desinfektion der Einsatzfahrzeuge ausgerüstet.

Die Rettungswache Gehrstücken in Pinneberg-Thesdorf bleibt erhalten. Von dort rücken das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und zwei RTW rund um die Uhr aus. Ein weiterer RTW und ein KTW kommen am Tage hinzu, um anfallende Einsätze zu leisten.

Westumghung bald fertig

Bürgermeisterin Urte Steinberg bedankte sich während der Feierstunde für die Entscheidung, in der Stadt Pinneberg einen zweiten Standort zu errichten und unterstrich die Notwendigkeit des Neubaus auch im Hinblick auf die bald fertigwerdende Westumgehung, die zur Verkürzung der Eintreffzeiten beitragen wird. Auch Landrat Oliver Stolz und Thomas Grabau als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung des Kreises Pinneberg fanden lobende Worte für die Entwicklung des Rettungsdienstes durch die RKiSH. „Die Gründung der RKiSH war eine gute Entscheidung. Wir erleben das Wirken jeden Tag.“, so Landrat Stolz.

In etwas mehr als einem halben Jahr haben die Handwerker unter Leitung der Neuhaus Wohnungsbaugesellschaft GmbH aus Pinneberg seit Sommer 2018 einen nicht nur in bewährter „Stein auf Stein-Bauweise“ und den Anforderungen der neuen DIN-Norm für Rettungswachen entsprechenden Wachenneubau erstellt. Auch wurde das Gebäude unter aktuellen Umwelt- und Ökologieaspekten geplant.

„Heute ist wieder ein besonderer Tag für die weitere Entwicklung des Rettungsdienstes.“ beschrieb Investor Joachim Neuhaus seine Freude über die neue Wache und dankte allen Beteiligten für die reibungslose Realisierung. Die komplette Beleuchtung ist in stromsparender LED-Ausführung erstellt. Die Heizung ist eine Kombination aus Wärmepumpe und Gas. Eine Fremdeinspeisung bei Stromausfall stellt die Betriebsfähigkeit sicher. Und die gesamte Elektroinstallation ist bereits für die Nutzung einer Ladeeinheit für E-Fahrzeuge vorbereitet. 34 Beschäftigte werden auf der neuen Wache im Eggerstedter Weg ihren Dienst tun, um im Notfall schnell auszurücken und den Menschen professionell Hilfe zu leisten. Über 24.000 Einsätze bewältigten alleine die Kollegen der Wache Pinneberg im vergangenen Jahr.

RKiSH

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