Feuerwehrmuseum SH: Neue Sonderausstellung Fotografie

2022_03

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Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein in Norderstedt ist bekannt für seine einzigartigen Ausstellungsstücke. Eine Sonderausstellung zu Fotografie zeigt nun besondere Einsätze, die auch interaktiv aufbereitet werden.

Mobiler Wasserwerfer: Hier im Einsatz zur Bekämpfung eines Großbrandes in einem Lagergebäude im Hamburger Hafen am 13. Dezember 1982, Foto: Manfred Gihl

Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein in Norderstedt verfügt über eine Sammlung oft einzigartiger Ausstellungsstücke und lässt damit Einblicke über vergangene Einsätze gewinnen. Dazu gehören unter anderem eine Handdruckspritze aus 1754, eine Dampfspritze aus 1869, Märklin-Spielzeug aus dem Jahr 1900, ein Drehleiterfahrzeug von Magirus aus 1927, eine Autospritze aus 1929 und ein fahrbereiter Opel Blitz, eingesetzt als Löschgruppenfahrzeug LF8, aus dem Jahr 1939. Gemeinsam mit der Sammlung historischer Dokumente innerhalb der Bibliothek bildet das Museum eine wichtige Instanz für die Feuerwehrhistorik. Nun nimmt es sich der Fotografie von Einsätzen an.

 

Löscheinsatz mit Schaum und Pulver: Am 23. März 1984 verunglückte in Hamburg ein mit 40.000 Liter Kraftstoff beladener Tanklastzug. Der Kraftstoff geriet direkt in Brand und erfasste zwei PKWs. Foto: Manfred Gihl

Sonderausstellung zur Fotografie der Einsätze Schleswig-Holsteins

Vom 9. März bis zum 30. April 2022 zeigt das Feuerwehrmuseum nun eine Sonderausstellung zu Feuerwehreinsätzen in Norddeutschland. Die Ausstellung beinhaltet über 100 Fotografien, die großflächig verschiedene Feuerwehreinsätze in Norddeutschland dokumentieren.

Ausgestellte Fotografie

Großfeuer in einem Chemiebetrieb auf der Veddel im Mai 1974. Brandbekämpfung mit dem Wenderohr eines Tanklöschfahrzeugs, Foto: Manfred Gihl

Mit einer Anfahrtszeit von 300 Sekunden für Löschfahrzeuge und den Rettungsdienst beginnt jeder Einsatz. Anschließend variieren sie jedoch stark. Die Aufnahmen dokumentieren dabei die Rettung eingeklemmter Personen aus einem verunfallten Pkw, das Löschen von Wohnungsbränden und Tanklastzügen, das Einfangen einer entlaufenen Katze, das Leerpumpen eines mit Wasser vollgelaufenen Kellers oder, ein kurioser Einsatz, das Verladen eines Elefanten mit einem Kranwagen. Auch die Waldbrandkatastrophe 1975 in die Lüneburger Heide, die das Feuerwehrwesen Schleswig-Holsteins nachhaltig geprägt hat oder die Schneekatastrophe 1978/79 finden ihren Platz.

Einsätze, die nachhallen

Feuer im Lagerhaus: Im April 1980 wurden dabei in Hamburg drei Drehleitern eingesetzt, Foto: Manfred Gihl

 

Brand des Hamburger Michels

Viele Einsätze beeindrucken nachhaltig: Wie zum Beispiel der Brand des Turms des Hamburger Michels 1906. Hier lösten unsachgemäß ausgeführte Lötarbeiten ein Ffeuer aus. Das Gebäude konnte trotz des Großeinsatzes der Feuerwehr Hamburg nicht gerettet werden.

Einsätze nach der Sturmflut

Auch der Einsatz in Hamburg nach der Sturmflut vom 16. zum 17. Februar 1962 findet Platz. Bei dem größten Einsatz seit dem Zweiten Weltkrieg waren alle Kräfte der Feuerwehr Hamburg bis zu zwei Wochen nach der Flut an allen betroffenen Stellen im Einsatz.

Museumsbrand: Feuerwehr rettet für die Nachwelt

Auch der Kabelbrand im Altonaer Museum 1980, bei dem die Feuerwehr für die Rettung vieler wichtiger Dokumente zuständig war, ist Teil der Ausstellung.

Weitere Informationen zur Fotografie Sonderausstellung  “Feuerwehreinsätze in Norddeutschland”

Pulverstrahlrohrs eines Trockenlöschfahrzeugs: Eingesetzt zur Bekämpfung eines Mineralölfeuers, Foto: Manfred Gihl

Zusätzlich zu dem Bewundern der ausgestellten Fotografien, können Besuchende auch das richtige Befüllen von Sandsäcken üben und durch Videos die Arbeit der Feuerwehr genauer kennenlernen. Mehr Informationen erhalten sie auf der Homepage des Museums.

 

Dr. Hajo Brandenburg, Feuerwehrmuseums Schleswig-Holstein

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