Betreuungseinsatz auf der A3: Fließendes Wasser trotz Verkehrsstillstand

2024_04

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August heißt Sommer, Sonne, Urlaub. Doch wenn es auf den Straßen kracht, weicht die sommerliche Vorfreude schnell Hitze, Stau und stundenlangem Warten. Um medizinischen Notfällen durch die Hitze vorzubeugen, leisteten Rettungskräfte auf der Autobahn A3 einen Betreuungseinsatz für Menschen, die nach einem Unfall stundenlang im Stau standen.

Betreuungseinsatz einer ehrenamtlichen Einsatzkraft im Stau auf der A3 bei Niedernhausen. Foto: Rheingau-Taunus-Kreis
Betreuungseinsatz: Eine ehrenamtliche Einsatzkraft gibt Apfelschorle aus. Foto: Rheingau-Taunus-Kreis

Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A3 bei Wiesbaden (HE) am Mittag des 16. August 2023 kam es zu einer Vollsperrung der Fahrbahn Richtung Süden, die bis in die späten Abendstunden andauerte. Sie sorgte zeitweise für 19 km Stau. Zur Versorgung der Menschen in den Autos kamen Katastrophenschutz-Einheiten des Rheingau-Taunus-Kreises zum Einsatz.

Betreuungseinsatz für Stau-Geplagte

Bei hohen Temperaturen und schwüler Luft mussten viele Menschen stundenlang in ihren Fahrzeugen ausharren. Da der Stau bis nach Idstein reichte, initiierte der somit ebenfalls zuständige Rheingau-Taunus-Kreis einen sogenannten Betreuungseinsatz.

Mithilfe von zwei Motorrädern und der Betreuungsgruppe des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wurden die im Stau Stehenden mit Hunderten Litern Wasser versorgt. Im Zuge des Betreuungseinsatzes wurden auch eine Rettungsgasse gebildet und Pannenfahrzeuge beiseitegeschoben. Bei zwei medizinischen Notfällen leisteten die Einsatzkräfte Erste Hilfe.

Die Koordination des Einsatzes übernahm der organisatorische Leiter Rettungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), mithilfe des neuen Einsatzleitwagens Rettungsdienst. Auch einsetzender Regen brachte die Rettungskräfte nicht von ihrer Mission ab, die weiterhin Personen und Hunde mit Wasser oder Apfelsaftschorle versorgten. Die Einsatzkräfte hatten zudem immer ein Lächeln und den neusten Sachstand für die Staugeplagten im Gepäck.

Es ist schön zu sehen, wie viel Freundlichkeit, Dankbarkeit und Respekt die ehrenamtlichen Einsatzkräfte trotz stundenlangen Stillstands erfahren haben.

Michael Ehresmann, Kreisbrandmeister
(Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Rheingau-Taunus-Kreis)

 

 

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