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BAYERN - EINSATZBERICHTE - 20. September 2019

Erneuter Bombenfund in Nürnberg

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Am Donnerstag, 19. September 2019, gab es für die Einsatzkräfte in Nürnberg jede Menge zu tun. Denn dort legten Ausgrabungsarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe  frei. Der Bombenfund zog dabei eine größere Evakuierung nach sich. Um 21.30 Uhr war die Bombe dann entschärft.

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Das THW unterstützte mit Licht und einem Wetterschutz die Arbeit des Sprengkommandos. Foto: Thomas Birkner

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Der Doppelzünder war noch funktionsfähig. Foto: Thomas Birkner

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Sammelstelle Feuerwehr: Zehn von 18 Löschzügen der FF Nürnberg wurden alarmiert. Foto: Thomas Birkner

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180 Mitarbeiter aller in Nürnberg tätigen Hilfsorganisationen wurden mobilisiert. Foto: Thomas Birkner

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Die Örtliche Einsatzleitung wurde in das Gerätehaus der FF Almoshof verlegt und der Koordinierungsstab in den Räumen der Feuerwache 5 eingerichtet. Foto Thomas Birkner

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Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg

Erst wenige Wochen nachdem der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hunderte Einsatzkräfte in Nürnberg beschäftigte, tauchte nun erneut ein explosives Kriegsrelikt auf. Die amerikanische Fliegerbombe kam im Stadtteil Thon/Kleinreuth zu Tage, als dort Ausgrabungen durchgeführt wurden. Die Bombe mit 225 Kilogramm Sprengstoff war dabei noch mit einem aktiven Doppelzünder ausgestattet.

Evakuierung und Weiteres

Nach der Begutachtung der Bombe durch das Sprengkommando folgte dann die Einrichtung einer 1.000-Meter-Sicherheitszone. Außerdem wurde eine Evakuierung unter der Leitung der städtischen Koordinierungsgruppe vorbereitet. In den nachfolgenden Stunden brachten daher etwa 500 Einsatzkräfte von Polizei, Hilfsorganisationen, THW, Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr die betroffenen Bürger in Sammelstellen unter. Während für die Beförderung des größten Teils der Betroffenen Sonderbusse dienten, musste für 37 Patienten der Rettungsdienst den Transport durchführen. Einige beatmungspflichtige Patienten kamen dabei in Krankenhäuser.

Durch den Bombenfund schlossen auch einige Einkaufsmärkte und Industriebetriebe frühzeitig ihre Türen. Rund 400 Bürger nutzten zudem die Möglichkeit eines eigens von der Stadt Nürnberg eingerichteten Bürgertelefons. Zu Beeinträchtigungen kam es auch im öffentlichen Nahverkehr, da einige Tram- und Buslinien eingestellt oder umgeleitet werden mussten. Sogar der Dienstbetrieb einer Rettungswache der JUH Nürnberg verschob sich vorübergehend in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg Großgründlach.

Einsatz für das Sprengkommando

Nach rund acht Stunden nahm anschließend das Sprengkommando unter der Führung von Sprengmeister Michael Weiß seine Arbeit auf. Dabei führten sie eine Entfernung des noch funktionsfähigen Doppelzünders durch. Während in dieser Phase einige Hauptstraßen im Stadtnorden für den Verkehr gesperrt waren, ging der Flugbetrieb am Airport Albrecht Dürer am Rande des Sperrgebietes planmäßig weiter. Um 21:30 war es dann so weit: Die Bombe war ohne Komplikationen entschärft!  Neben den Evakuierungsmaßnahmen meisterte die Feuerwehr Nürnberg auch noch 13 weitere Einsätze. Dabei bewältigten sie mehrere Kleinbrände, BMA-Alarme von Großobjekten, Verkehrsunfälle und Menschenrettungen im Stadtgebiet.

Thomas Birkner

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