Hamburg: Weißes Pulver sorgt für Aufregung

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Die Feuerwehr Hamburg wurde am Montag gleich zu zwei Gefahrstoffeinsätzen gerufen: Sowohl bei einem Energieversorger als auch bei einem Amtsgericht waren Umschläge geöffnet worden, aus denen weißes Pulver rieselte.

Symbolfoto: FW Hamburg

Am Montagmorgen (4.6. 2018) wurde die Feuerwehr Hamburg zu zwei Gefahrstoffeinsätzen gerufen. In der Poststelle eines Energieversorgers wurde maschinell ein Briefumschlag geöffnet, aus dem weißes Pulver rieselte. Die alarmierten Polizeikräfte stellten den Brief sicher, verschlossen die Poststelle und warteten die Feuerwehr Hamburg ab.

Durch den Umweltdienst und Spezialisten der Technik- und Umweltschutzwache wurde der sichergestellte Umschlag von einem Trupp unter einem Gefahrstoffschutzanzug mit einem Spezialmessgerät analysiert. Hierbei wurde unter anderem ein Stoff identifiziert, der als Trägerstoff für giftige oder gesundheitsschädliche Agenzien dienen könnte. Daraufhin wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet und der Desinfektor der Feuerwehr Hamburg an die Einsatzstelle nachgefordert.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg, die innerhalb des Absperrbereichs tätig waren, sowie alle betroffenen Personen, die unmittelbar Kontakt mit dem Briefumschlag oder dem Pulver hatten, wurden in einem speziellen Duschzelt dekontaminiert und einer Desinfektion unterzogen. Der Umschlag wurde ebenfalls dekontaminiert und transportsicher verpackt zur weiteren Analyse in das Hygieneinstitut befördert.

Zweite Alarmierung

Keine Dreiviertelstunde nach dem Einsatzbeginn in der City-Nord ging eine weitere Meldung über den Fund weißen Pulvers in der Rettungsleitstelle ein. Im Amtsgericht in der Max-Brauer-Allee wurde ebenfalls ein Brief mit weißem Pulver gefunden. Da die Gefahrstoffexperten noch in dem Einsatz in der City-Nord gebunden waren, wurde die Einsatzstelle durch Feuerwehr-Einsatzkräfte zunächst versiegelt. Nachdem der dortige Einsatz beendet war, rückte der Gefahrgutzug mit dem Umweltdienst aus der City-Nord zum Amtsgericht Hamburg-Altona ab. Dort wurde ebenfalls eine Dekon-Strecke aufgebaut und das Fundstück unter besonderen Schutzmaßnahmen analysiert. Das Ergebnis der Stoffanalyse steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Die Polizei hat die Ermittlungen zu beiden Einsätzen übernommen.

Im Einsatz

Eingesetzte Kräfte jeweils: 2 Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr, 2 Führungsdienste (A-Dienst, B-Dienst), 1 Umweltdienst, Gefahrgutzug der Technik- und Umweltschutzwache, 12 IRTW mit Desinfektor, 1 Pressesprecher, insgesamt 30 Einsatzkräfte.

Update

Die Analysen der beiden Proben aus den Gefahrstoffeinsätzen der Feuerwehr Hamburg in der City-Nord (Überseering) durch das Hygieneinstitut und Altona-Nord (Max-Brauer-Allee) durch die Spezialisten der Technik- und Umweltschutzwache sind abgeschlossen.

In beiden Proben wurden keine gesundheitsschädlichen oder giftigen Substanzen gefunden.

Red. mit FW Hamburg

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