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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 21. Januar 2020

Vermeintlicher Rettungseinsatz in der Ruhr

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Am Montag, 10. Januar 2020, wurden die Löscheinheiten Alt-Wetter, Volmarstein und Grundschöttel um 23.16 Uhr alarmiert. Grund dafür war ein vermeintlicher Rettungseinsatz in Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis, NRW). Ein Autofahrer hatte an der Obergrabenbrücke in der Friedrichstraße eine Person wahrgenommen, die sich augenscheinlich auffällig verhielt. Da der Lenker des Pkw sich nicht sicher war, ob der Fußgänger Hilfe benötigt, wendete er und befuhr die Brücke nochmals in Gegenrichtung. Jedoch konnte er die Person nicht mehr antreffen und deshalb auch nicht ausschließen, dass sie evtl. in die Ruhr gestürzt war. 

Ausleuchten der Einsatzstelle über die Drehleiter. Foto: Feuerwehr Wetter (Ruhr)

Nun verständigte der Autofahrer umgehend über den Notruf sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte leuchteten den Bereich auf der Brücke zunächst umfangreich aus und suchten diesen ab. Währenddessen liefen Fußtrupps zudem auch noch die Uferbereiche ab. Die DLRG Wetter (Ruhr), die man ebenfalls sofort alarmierte, setzte umgehend zwei Boote zur Personensuche im Wasser ein. Die eingesetzten Kräfte kontrollierten dabei den Ruhrverlauf sowie seine Uferbereiche bis zum Laufwasserkraftwerk  der RWE im Schöntal. Ein Bereitschaftsdienst des Energieversorgers besetzte während der Arbeiten auf dem Wasser das Kraftwerk und leuchtete auch dort entsprechend aus.

Das Technische Hilfswerk Wetter (Ruhr), das mittlerweile ebenfalls vor Ort eingetroffen war, führte weitere Beleuchtungsmaßnahmen an mehreren Stellen auf der Obergrabenbrücke sowie am Seeplatz durch. Außerdem setzten die ehrenamtlichen THW-Kräfte auch noch ein weiteres Boot ein. Unter Einsatz eines Sonargeräts suchte man von diesem aus die Wasserfläche nach der Person ab. Zudem standen Taucher der Berufsfeuerwehr Witten während dem gesamten Einsatzverlauf in Bereitstellung. Kräfte der Polizei kontrollierten auch noch eine angrenzende Kleingartenanlage.

Vermeintlicher Rettungseinsatz: Abbruch der Suchaktion

Nach gut drei Stunden brach man den Einsatz schließlich ab, da trotz mehrfacher Kontrollen sowohl auf dem Wasser wie auch im Uferbereich keine Person auffindbar war. Nach den Aufräumarbeiten rückten die insgesamt 90 Einsatzkräfte, bestehend aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, DLRG und THW zu ihren Standorten ein. Über die Dauer des der Arbeiten musste man die Verbindungsstraße nach Hagen komplett sperren.

Feuerwehr Wetter (Ruhr)
Patric Poblotzki

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