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TECHNIK - 17. September 2021

Neue Spezialfahrzeuge für die Bundeswehr-Feuerwehr

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Die Kameradinnen und Kameraden der Bundeswehr-Feuerwehr Meppen dürfen sich über neue Spezialfahrzeuge freuen. Denn am 28. Juli 2021 orderte die Bundeswehr für den Standort zwei neue Löschraupen des Feuerwehr-Spezialmaschinenbauers Dicosy.

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Zwei neue Spezialfahrzeuge des Typs ExtremV erhält die Feuerwehr der Bundeswehr am Standort Meppen. Foto: Dicosy AG

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Die Löschraupen können Wassertiefen bis einen Meter durchqueren oder als Amphibienfahrzeuge ausgeführt werden. Foto: Dicosy AG

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Die Bundeswehr-Feuerwehr am Standort Meppen darf sich freuen. Am 28. Juli 2021 war es nämlich soweit und die Bundeswehr orderte zwei neue Löschraupen vom Typ ExtremV All-Terrain des Feuerwehr-Spezialmaschinenbauers Dicosy. Frank Dosquet, Direktor der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91), freut sich, dass die Feuerwehr in Meppen mit diesen Fahrzeugen wieder die Voraussetzungen erfüllen wird, um erneut den vollen Betrieb aufzunehmen.

Technische Daten des ExtremV

Der ExtremV besitzt eine kompakte Zugmaschine, die aus der vorderen Kabine und dem zugehörigen Fahrgestell besteht. Sie kann vier bis 14 Personen transportieren. Außerdem hat sie ein zulässiges Maximalgewicht von nur 11.000 kg, das ihr einen Nenn-Bodendruck von ca. 200g/cm² ermöglicht. Außerdem bringt der 2,8 l In-Line Vierzylinder Motor das Fahrzeug auf bis zu 60 km/h mit einer Reichweite von 300 km im Gelände. Der Motor verfügt somit über eine Leistung von 143 kW und entspricht der Abgasnorm Euro 6.

Darüber hinaus kann sie verschiedene Abrollbehälter (AB), wie bspw. den AB Brandbekämpfung, Pritschenkran-Kran, Schlauch oder Personentransport, mit einer Nutzlast von bis zu 3.500 kg aufnehmen. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -30 und +46° C. Das Fahrzeug ist zudem für sämtliche klimatische Einsatzgebiete mit einer Klimaanlage (sowohl Heizung als auch Kühlung) ausgestattet. Die Wasserdurchfahrtstiefe liegt bei einem Meter. Es kann aber auch komplett als Amphibienfahrzeug genutzt werden. Die Maße belaufen sich auf (L x B x H) 8 x 2,2 x 2,4 m. Zu guter Letzt schafft das Fahrzeug Steigungen bei hartem Untergrund von 35 Grad und hat einen statischen Neigungswinkel von 25 Grad. Auch stellen Gräben von zwei Meter Breite kein Problem für die Raupe dar.

Mehr Spezialfahrzeuge wegen Moorbrand

Nachdem es 2018 zu einem Brand im Moor gekommen war, untersagte das Bundesministerium der Verteidigung dort weitere Versuche. Voraussetzung für die Wiederaufnahme war das Umsetzen einiger Maßnahmen. Unter anderem ging es darum, die Anzahl der Speziallöschfahrzeuge für das Moor auf insgesamt vier aufzustocken. Laut Dosquet haben der Brandschutz und die Sicherheit der Bevölkerung oberste Priorität. Allerdings benötigt die Bundeswehr dringend den gesamten Schießplatz, um das hohe Auftragsvolumen erledigen zu können.

Mehr als zwei Jahres dauerte das Finden eines geeigneten Herstellers, der die hohen Anforderungen erfüllt. Denn die Fahrzeuge dürfen nur einen sehr geringen Bodendruck aufweisen, sonst können sie im Moor nicht fahren. Außerdem müssen sie in der Lage sein, Material und Löschwasser schnell zu transportieren. Die bereits im Dienste der Bundeswehr-Feuerwehr Meppen stehenden Raupen basieren auf Pistenraupen, wie sie von Skipisten bekannt sind. Die nun bestellten Fahrzeuge basieren allerdings auf einem singapurischen Militärfahrzeug mit Tauglichkeit für schwierigste Einsätze in sumpfigem Gelände. 2022 treten die Fahrzeuge voraussichtlich ihren Dienst in Meppen an.

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
Dicosy AG

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